Weber – Hälterlein
1. e4 c5 2. d4 cxd4 3. c3
Das Morra-Gambit: Weiß schafft gleich zu Beginn der Partie eine
dynamische Stellung, indem er einen Bauern für Entwicklung und Initative
opfert
dxc3 4. Nxc3 Nc6 5. Nf3 d6 6. Bc4 e6 7. O-O Nf6 8. Qe2 Qc7
Schwarz verlässt hiermit die ausgetretenen Pfade der Theorie. (8… Be7 9. Rd1 e5 10.
h3 O-O wäre eine wohl sichere Fortsetzung aus schwarzer Sicht)
9. Nb5 Qb8 10. Rd1 a6 11. Nc3 Be7 12. Be3 b5 13. Bb3 O-O 14. Rac1 Bb7 15. Ne1
Spätestens nach diesem Rückzug des Springers auf die eigene Grundreihe wird klar: Weiß
hat sein Eröffnungsziel verfehlt und konnte seinen Entwicklungsvorsprung nicht
nutzen.
Ne5 (15… Na5) 16. f3 Ned7 17. g4
schwächt den eigenen Königsflügel, stattdessen wäre es wohl besser mit Sed3 den „verlorenen“ Springer zurück ins
Spiel zu bringen
Nc5 18. Bc2 Rd8 19. g5 Ne8 20. b4 Nd7 21. a3 Ne5 22. Bb3 Nd7 ??
hier stand der Springer doch gerade schon; der schwarze Vorteil hätte sich
mit Tc8 ausbauen lassen
23. f4 Nc7 24. Qh5 a5 25. Rd3
bereitet einen Turmschwenk nach h3 vor
axb4 26. axb4 Ra6 27. Bd4 Qa8
fast immer gilt: greift eine Seite auf einem Flügel an, so sollte man versuchen im Zentrum zu kontern.Schwarz sollte unbedingt mit d5! versuchen das Spiel für seine Läufer zu öffnen und so zu Gegenspiel zu kommen.
28. Rh3 Nf8 29. f5
Nun hat Weiß einen mächtigen Angriff
Ra1 verliert schon forciert
30. Nd5 Rxc1 Matt in 4 31. Nxe7+ Kh8 32. Bxg7+ Kxg7 33.
Qh6+ Kh8 34. Qf6# 1-0
Eine schöne Abschlusskombination. Weiß opferte in der Eröffnung einen Bauern, konnte aber keine gefährliche Initative aufbauen, so dass zunächst Schwarz ein positionelles Übergewicht erhielt. Nach einigen ungenauen Zügen konnte Daniel aber eine mächtige Angriffsstellung aufbauen und die Partie im Mattangriff für sich entscheiden.
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